Finesse & Bravour: Mozart – Chopin – Ravel

10. November 2019, 11:00
Herkulessaal
Schon immer haben technisch anspruchsvolle und mit hoher Wirkung dargebotene Bravourstücke das Konzertpublikum in besonderer Weise fasziniert: Gioachino Rossinis Ouvertüre zum „Barbier von Sevilla“ gehört zu den eindrücklichsten Werken des Repertoires und geht übers Ohr direkt ins Herz. Genauso wenig entziehen kann man sich der Musik Mozarts! Das letzte der fünf Violinkonzerte, die Wolfgang Amadeus Mozart geschaffen hat, ist nicht nur das reichhaltigste, das einprägsamste und das melodischste, es ist auch der fulminante Höhepunkt seiner eigenen sehr erfolgreichen Karriere als Geiger. Nach 1775 sollte er sich dann als Klaviervirtuose und zum vielleicht wichtigsten Opernkomponisten aller Zeiten profilieren. Als solcher inspirierte er ein Jahrhundert später keinen geringeren als Frédéric Chopin, dessen Variationen zu „Là ci darem la mano“ beziehen sich natürlich auf das gleichnamige Duett im „Don Giovanni“ und sind als sein erstes Klavierwerk mit Orchesterbegleitung der spannende Vorläufer der beiden großen Klavierkonzerte. Als Tombeau wurden im Barock Trauermusiken französischer Musiker für verstorbene Kollegen bezeichnet. Maurice Ravel vollendete 1919 die Orchesterfassung seines Tombeaus für den legendären Barock-Cembalisten François Couperin. Und damit schließt sich der Kreis, hat doch Ravel sein musikalisches Ideal einmal so skizziert: „Absolut einfach, nichts als Mozart!“   

Programm:

Gioacchino Rossini: Ouverture zu „Der Barbier von Sevilla“
Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219
Frédéric Chopin: Variationen über „Là ci darem la mano“ op. 2 für Klavier und Orchester
Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin

Violine: Jördis Bergmann
Klavier: Ulrich Roman Murtfeld
Dirigent: Franz Schottky

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